Veröffentlicht in gegenwärtig

Enttäuschung


Mein kleiner Punkt tut mir so unendlich leid. Heute morgen halb acht kam die Nachricht, der Papatag müsse heute ausfallen. Er haette am Abend etwas schlechtes vom Grill gegessen und es auch über Nacht nicht mit Hilfe von Medikamenten hingekommen.
Punkt presste seine kleinen Lippen dermaßen fest zusammen, dass sie blau wurden und weiß umrandet. Er unterdrückte die Tränen und schlang seine Arme ganz hilflos um mich.
Es war sicher falsch den Papa gleich anzurufen, denn dieser bemitleidete sicher selbst viel mehr, anstatt Punkt zu trösten oder zu versprechen, dass es bald nachgeholt werden wuerde.
Ein sehr sehr großes Glück war, dass mein bester Freund zu Besuch war, weil er am Abend zuvor Klassentreffen hatte. Leider hatte er nur zwei Stunden geschlafen, war aber trotzdem der beste Besuch für Punkt und so überkam es ihn heute nur noch wenige Male. Ich nahm ihn in die Arme und hielt ihn einfach nur fest.
Es tut mir sooo leid.

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11 Kommentare zu „Enttäuschung

  1. Och nö, armer Spatz! Aber leider passiert sowas nunmal. Das Beste, was Du tun kannst ist, Deinem Punkt beizubringen, mit Enttäuschungen fertig zu werden. Ist grausam, aber auch das müssen Kinder lernen, es läuft eben nicht immer alles nach Plan.
    Kann auch gut sein, dass Du es schwerer nimmst als Dein Kind; er scheint ja in der Regel ein echter Sonnenschein zu sein! :-)

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    1. Ihn zu sehen wie er sichtlich mit den (diesmal echten) Tränen kämpft, war für mich tatsächlich so schwer… mit Enttäuschungen umzugehen, habe ich ja selbst erst vor kurzem gelernt ;) Ich geb‘ mein Bestes!

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      1. Sowas HASSE ich als Mutter, da bricht es einem fast das Herz. Es wäre so schön, wir könnten unsere Kleinen vor allen Schmerzen und Enttäuschungen bewahren … Hilf nix, müssen wir durch. Aber so, wie Du Dein Kind allem Anschein nach erziehst, hast Du ihm schon gutes Rüstzeug mitgegeben, mit seinem Kummer umgehen zu können. Also sei nicht mehr traurig! :-)

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  2. Das LIKE war für den Beitrag gedacht, nicht so sehr für Auswirkungen auf Punkt. Tja, so ist das Leben und wird es immer sein! Schön für Punkt wenn eine Mama an der Seite hat, die ihn stützt und ihm klar macht, dass Sonne und Schatten sich regelmäßig abwechseln, das Leben weiter geht, auch wenn man das Gefühl hat, in dem Moment untröstlich zu sein … Da muss sich der Papa beim nächsten Mal doppelt anstrengen! YDu ;-)

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  3. Ja, sowas kann wirklich passieren. Ich weiß auch nicht, ob ichs richtig gelesen hab, aber trotzdem würde ich es in solchen Momenten als Mama oder Papa besser finden, nicht Nachrichten zu schreiben (? hatte er oder hatte er angerufen? Das hab ich eben nicht so eindeutig rausgelesen), sondern den Sohnemann anzurufen und ihm zu erklären, dass es heute nix wird, Papa/ Mama ist krank geworden, „aber wir holen den Tag so bald als möglich nach.“ Punkt ist zwar noch klein, aber nicht mehr so klein, dass er das nicht versteht. Dann ist er trotzdem traurig, aber es bekommt ein anderes Gewicht.

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    1. Er hat angerufen, aber ich habe es nicht gesehen. Er hat dann hinterher eine Nachricht geschrieben und ich habe mit Punkt dann angerufen. Punkt hat das auch verstanden. Traurig war er natürlich trotzdem.
      Wenn ich krank bin, nimmt mir allerdings niemand Punkt ab… bisher war es zumindest so, dass ich nicht sagen konnte: du musst kommen und Punkt nehmen, ich bin krank…

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      1. Was wäre denn, wenn Du um Unterstützung bittest, wenn Du krank bist?
        Meine Jungs waren auch nicht beim Vater, wenn ich krank war. Sie wollten aber auch nicht. Zweimal hatte meine Mum ausgeholfen, weil ich einmal vier und einmal acht Wochen in der Klinik lag.

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        1. Ach Helma, ich habe drei Jahre lang gebeten… Bär macht jetzt schon hin und wieder mal einen Elternabend möglich und es gibt spontane Telefonate, wenn Punkt darum bittet. Aber sonst…?! Er arbeitet unter der Woche und hat nun mal nur alle zwei Wochen Sonntag Zeit. Wir wohnen nicht mehr in der selben Stadt…vielleicht wäre es sonst anders. Aber das denke ich eher nicht…

          Und andere Unterstützung bekomme ich von meiner Mama und hin und wieder auch durch meine Schwester, wenn es ganz dringend ist.

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    1. Ja… und nun ist der kleine mit hohem Fieber krank und ich bin in der Studienstadt. Ich bin der Meinung es war wirklich ein Schock für ihn. Die erste richtig große Enttäuschung… :(

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