Veröffentlicht in Bär, Bemerkt, gegenwärtig, kein Glück für mich, Pünktchen

Kopfschüttel


„Ich denke es ist besser, wenn wir die Taschenlampe mal kaputt gehen lassen, denn die vier Batterien kosten 10€.“

Die Aussage stammt von Bär, dessen Mutter Punkt eine kleine Lampe geschenkt hat, die ihm sehr viel bedeutet. Sie brauchte die Lampe nicht mehr, ein Werbegeschenk oder so. Punkt braucht sie, sie ist ihm wichtig. Er spielt damit Erkunden. Er gibt sie mir, wenn wir im Dunkeln nach Hause kommen, damit ich das Schlüsselloch finde. Er hat sie immer dabei und ist sehr sparsam und fragt bei jedem Mal, ob er sie anmachen darf, weil sie so wertvoll für ihn ist.
Mittlerweile habe ich eine andere Einstellung zu wertvollen Dingen. Ich will Dinge und auch Kleider, die mir wichtig, wertvoll sind, benutzen. Jeden Tag und mich daran erfreuen. Punkt darf das auch.
Ich finde es recht kurzfristig gedacht ihm diese Lampe zu schenken, mit nach Hause zu geben ohne über die (Kosten-) folgen nachzudenken. Punkt hat eine Solarlampe, die er in sein Tippi stellen kann, mit dem er Erkunden spielen kann, die das Schlüsselloch findet. Die hat er von mir. Ich habe langfristig gedacht.
Ich bin eigentlich nicht bereit die Kosten einer Lampe zu tragen, die nicht nachhaltig ist. Und dennoch wuerde ich es tun, um Punkt nicht traurig zu machen, falls sein Papa tatsächlich behaupten wuerde, dass die Lampe, die Punkt so wichtig ist, kaputt ist. Denn dafür hat er ihm viel zu logisch nachvollziehbar erklärt, dass eine Lampe ja nur Batteriem braucht, um zu funktionieren.
Ich kann über so viele Dinge nur den Kopf schütteln. Und mehr tue ich auch nicht mehr.

Ich muss die Folgen tragen. Bei allem. Denn ich bin für Punkt da. Immer. In jeder Situation. Nicht Bär.

Und so musste ich auch die Tränen trocknen, als Punkt am Abend nach einem Papatag unbedingt noch ein Lied von ihm am Telefon hören wollte, um einzuschlafen. Bär sang nicht. Er wäre bei Freunden, da ginge das nicht…

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10 Kommentare zu „Kopfschüttel

  1. Oh Mann, ich heule gleich mit! Was bin ich froh, dass Herr L. so ein toller, phantastischer Vater ist! Es muss so schwer für Dich sein, das mit anzusehen, und Dich dennoch zusammenzureißen und nicht vor Punkt über Bär herzuziehen. Dein Text macht mich traurig und wütend, ich brauche jetzt erst mal ganz dringend einen Abrege-Kaffee!

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    1. Oh nein! Das wollte ich damit ganz sicher nicht erreichen. Bleib gelassen. Ich bin es auch. Ändern kann ich nämlich nur meinen Umgang mit solchen Situationen. Sprich, hinnehmen und für Punkt da sein. In dem Fall ist noch nichts passiert (für ihn)…
      Geht’s besser?

      Und ja, es ist toll dass Herr L. ein phantastischer Papa ist. Und mein Punkt wird auch irgendwann eine phantastische männliche Bezugsperson haben, davon bin ich überzeugt. Bis dahin, hat er seinen Opa ;-)

      Gefällt 1 Person

  2. So ein… Arsch!! Wenn der eigene Sohn ein Lied hören will, dann singt man – egal wo man gerade ist!
    Wenn ein Kleinkind einem ein Spielzeugtelefon hinhält und sagt, da ist der Weihnachtsmann dran, dann nimmt man das verdammte Telefon und telefoniert mit dem Weihnachtsmann! Egal wie alt man ist!
    Bär hat man wohl mal ins Hirn geschissen! Ich bin grad richtig wütend…

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