Veröffentlicht in Bemerkt, gefällt mir, gegenwärtig, Glück für mich, lustig

8 Dinge die ich in den letzen drei Wochen getan habe


 

  1. Mein erstes Bewerbungsgespräch im öffentlichen Dienst semi-erfolgreich absolviert

Sehr gut vorbereitet, motiviert und nur mäßig aufgeregt, ging ich in das Gespräch. Auch wenn ich einiges das nächste Mal besser machen möchte, lief es sehr gut. Meine fehlende Berufserfahrung in genau diesem Bereich führte dann jedoch zu einer sehr freundlichen Teilabsage. Sie würden mich gern in den Bewerberpool für eine ähnliche, demnächst ausgeschriebene, Stelle aufnehmen. Na da bin ich doch gern dabei.

  1. Eine Woche Urlaub am Meer mit Punkt und meinem Liebsten

Endlich! Urlaub! Am Meer! Eine Woche Dauersonnenschein und Dauerglücksgefühle. Mit einem, zu jeder Zeit ausgeglichenen, Punkt. Es war traumhaft. Am Morgen wechselten sich mein Liebster und ich uns mit dem Joggen ab, der andere bereitete mit Punkt das Frühstück vor. Wir lebten ohne Uhr und ohne Handy. Wir waren stundenlang am Strand oder auf Spielplätzen. Während Punkt in sich ruhte, völlig gedankenversunken und zufrieden spielte, unterhielten mein Liebster und ich uns. Tiefe, ehrliche Gespräche kamen zustande. Wir waren uns am Tage sehr nah und in der Nacht sowieso.

Die Luft war wunderbar und das Lebensgefühl, so ohne zeitliche Verpflichtungen, herrlich. Wäre uns nicht ein Papatag in die Quere gekommen, hätten wir mit Sicherheit noch eine Woche verlängert.

Am Strand hat Punkt ein Mädchen kennengelernt. Seine erste kleine Mädchenfreundschaft. Schüchtern kamen beide an und Punkt murmelte etwas, was ich nicht verstand. Ich hielt ihm mein Ohr hin und er fragte flüsternd, ob er mit zu seiner Freundin gehen darf. Beide rannten nebeneinander gen Meer. Er spielte in 150 Metern Entfernung am Strandkorb der Eltern des Mädchens. Sie gab ihm von ihren Gummibärchen ab und er ihr sein Sandspielzeug. Noch heut erzahlt er manchmal von „seiner Freundin“.

  1. Berlin erkundet

Ich gebe zu, glücklich war ich zuerst nicht. Berlin ist laut. Berlin ist schnell. Berlin ist dreckig. Hier zu leben ist eine enorme Umstellung für mich. Meine Ohren sind empfindlicher denn je und mein Gleichgewicht nicht immer ausgeglichen.

A b e r ich nähere mich Berlin immer mehr. Ich komme nicht hinterher mit staunen und Vorhaben-auf-eine-Liste-notieren. Ich fühle mich manchmal als wäre ich im Nabel der Welt. Hier kommt vieles zusammen. Und dabei ist eben auch sehr viel Schönes.

Punkt liebt die Doppelstockbusse. Ich die Friedrichstraße. Wir lieben den Britzer Garten und den Naturpark Schöneberg. Punkt liebt die U-Bahnen und den S-Bahn Ring. Er spielt stundenlang mit seinen Eisenbahnen und tutet: „Einsteigen bitte. Zurückbleiben bitte.“ Er ist mein wandelnder Haltestellenplan. Wenn es nach ihm ginge bräuchten wir nur täglich Bahn fahren und auf dem Spielplatz mit der Seilbahn fahren. Das wäre Glück pur für ihn.

  1. Mit Punkt in seinen neuen Kindergarten geschnuppert

Punkt hat heute seinen ersten Tag im Kindergarten. In den letzten Wochen waren wir hin und wieder schnuppern. Er hat bereits einen Freund und spielt mit ihm U-Bahn und andere geheime Spiele. Er will nur neben ihm sitzen. Es ist schön zu sehen.

  1. Einen Papatag lang die Zeit mit meinem Liebsten nur zu zweit genossen

Eeeeendlich ein paar Stunden zu zweit. Nur wir beide. Wie rar diese Momente sind. Alle drei Wochen gibt es mal für acht Stunden einen Papatag. Vor zwei Wochen war es der erste den mein Liebster und ich zu zweit nur für uns verbringen konnten. Es war zuerst sehr merkwürdig und wir standen unter Strom.

Wir gingen in der Friedrichstraße frühstücken, schmunzelten über die Touris, kamen in einen Regenguss und besuchten einen Kinofilm („Captain Fantastic“). Die Zeit verging viel zu schnell. Als ich am Abend Punkt von der S-Bahnstation abholen ging, präsentierte mir Bär eine Frau, die unbedingt mitkommen musste zur Übergabe…

  1. Mir vorgenommen bald mal wieder Yoga zu machen

Derzeit wohne ich mit Punkt in einer Einraumwohnung zur Zwischenmiete. Das ist zwar voll in Ordnung für mich, dennoch kein Zustand. Berlin ist keine feine Stadt, wenn es um den Wohnungsmarkt geht. Entweder die Wohnungen sind hässlich und viel zu teuer oder grandios und viel viel zu teuer. Schöne Wohnungen in der Gegend von Punkts Kindergarten sind nur teilweise bezahlbar und wenn es eine Wohnung gib, die unserem Geldbeutel entspricht, bewerben sich sicher über 50 Leute darauf und wir haben nicht die kleinste Chance sie zu bekommen.

A b e r wenn es dann soweit ist, wir eine Wohnung haben, ich einen Raum für mich habe, d a n n… Dann mache ich Yoga. Regelmäßig. Es fehlt mir.

  1. Ungeduldig den Wunsch geäußert endlich eine gemeinsame Wohnung für uns zu dritt zu finden

Ich bin ungeduldig. Sehr. Und das ist eine harte Probe für meine Geduld. Die ich gezwungen bin zu bestehen. Erst der Job, dann die Wohnung. Trotzdem strecke ich alle Fühler aus und versuche über Umwege und Beziehungen ein geeignetes zu Hause für uns drei zu organisieren.

  1. Über Punkt geschmunzelt

„Mama was schreibst du da?“

„Einen Text.“

„Also nicht deine Bewerbung? Worüber schreibst du?“

„Über die Dinge, die wir zuletzt so gemacht haben. Den Urlaub, deinen Kindergarten, die U-Bahn…“

„Bleibt der Text dann für immer auf deinem Laptop? Oder wandert der dann in so ein blaues Ding da?“

„Was meinst du? Eigentlich wollte ich ihn auf dem Laptop lassen?!“

„Na da sind doch immer solche blauen Dinger da in deinem Laptop?“

„Meinst du die Ordner?“

„Ja. Da wandert das doch immer hin…“

Ich musste sehr schmunzeln und innerlich lache ich immer noch. Herzerfrischend wie Punkt die Welt sieht.

Was habt ihr in der letztem Zeit so gemacht?

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4 Kommentare zu „8 Dinge die ich in den letzen drei Wochen getan habe

  1. Wow, das gefällt mir außergewöhnlich gut! Ich halte Dir die Daumen für die Wohnungssuche, denn da scheint der Glücksfaktor von großem Nutzen zu sein! Ich dachte gerade an die Zeit als das Grau im Vordergrund stand und das Glück sich im dezent im Hintergrund hielt … Alles kommt, wie es kommen muss und die Zeit heilt alle Wunden! YDu ;-)

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