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Eingeschlafen

Ja, ich gebe es zu. Mein Blog ist eingeschlafen. Ganz klar, hier schnarcht alles. Und dabei geht es im wirklichen Leben bei uns gerade so richtig ab.

Punkt bekommt seine bleibenden Zähne. Seine kleine Schwester ihre ersten Zähnchen. Ich bin darauf bedacht meine so gut es geht zu pflegen, damit ich sie nicht vorzeitig verliere :-D Nein, so schlimm steht es um meine Zähne nicht. Ich könnte mich allerdings ruhig mal wieder beim Zahnarzt sehen lassen. Da steht einiges an. Solange ich  allerdings meine Tochter stille, lasse ich das dennoch sein.

Der Umzug in den Süden will mit allem was dazu gehört vorbereitet werden. Und alles was dazu gehört, ist gar nicht mal so wenig. Gestern gab es das erste längere (50 Minuten) persönliche vier-Augen-Gespräch mit Bär seit…. seit sicher so um die 1,5 Jahren. Sonst haben wir nur telefoniert oder die Übergaben für das Wesentliche genutzt. Es gab ja nicht viel zu besprechen, bei Papatagen, die alles drei bis sieben Wochen mal für 6 Stunden stattfanden… Gut, eine Zeit lang hat Punkt auch von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 12 Uhr bei Bär verbracht. Aber diese Zeit war kurz und wurde bei den ersten Problemen auch gleich wieder auf sechs Stunden am Samstag umgestellt. Von den sechs Stunden sind zwei im Übrigen Fahrzeit…

Egal. Das Gespräch brachte hervor, dass Bär ganz und gar nicht will, dass wir und damit sein Sohn so weit wegziehen. Aber er wird uns nicht im Weg stehen, wenn wir dort unser Glück finden. Als nächstes steht das Gespräch mit seinem Vater an. Auch er ist sehr traurig über unsere Bestrebungen. Vor allem da er gerade an´s Meer gezogen ist und somit dann doppelt soweit von Punkt entfernt wäre.

Ich bin gerade dabei, neben dem ganzen anderen „to-dos“, zu überlegen wie umsetzbare Umgangsregeln aussehen könnten. Umsetzbar so, dass Punkt nicht leidet und sie für uns als Eltern bezahlbar und kräftemäßig zu leisten sind. Außer Ferienbesuche fällt mir dazu momentan recht wenig ein. Und auch wenn Bär Punkt dann in der Anzahl der Tage genauso wenig sehen würde, wie bisher. Ich kann verstehen, dass das nicht wirklich schön ist. Ich habe Verständnis für seine Traurigkeit.

Was ich aber eigentlich nur schreiben wollte:

Jule hat wieder ein paar Fragen gestellt, die möchte ich beantworten:

  1. Was steht als Nächstes in deinem Kalender?
  2. Welche Dinge liegen auf deinem Nachttisch?
  3. Was finden wir in deinem Portmonee?
  4. Welchen Alkohol hast du vorrätig?
  5. Was sieht man, wenn man aus deinem Schlafzimmerfenster blickt?

 

Zu 1. Es steht allerhand auf meiner To-do-Liste: Sachen für Ebay-Kleinanzeigen verschicken, Konzepte von Schulen für Punkt lesen, Menschen anrufen, die uns eine Unterkunft im Süden besorgen könnten, Projekte fertig nähen, die Rentenversicherung anrufen, Studienbewerbung schreiben, Hebamme ein letztes Mal besuchen, Wäsche, Essensplan erstellen, Wohnung weiter ausmisten usw. Es ist allerhand zu tun, wie ich bereits erwähnte.

Zu 2. Ich habe gar keinen Nachttisch. Minimalismus lässt grüßen.

Zu 3. Alles außer Geld. Da mein Liebster derzeit alle Einkäufe tätigt und ich nur die Listen schreibe, befinden sich meine Bankkarten, meine Krankenversicherungskarte und mein Ausweis darin. Vielleicht auch mein Führerschein.

Zu 4. Keinen.

Zu 5. Den Berliner Fernsehturm.

So ihr Lieben, kurz, aber immerhin.

Schön, dass ihr vorbeigeschaut habt. Und falls euch Umgangsregelungsideen einfallen. Oder aber Gedanken dazu. Vielleicht aufgrund von eigenen Erfahrungen. Immer her damit!

Summer

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Rückblick und Ausblick 2017/2018

Bei Jule von Lebensschnipsel gibt es ein neues Blogstöckchen. Ich habe es mal aufgehoben. Mir fehlt derzeit irgendwie etwas wenn ich vor meiner Tastatur sitze. So richtig kann ich mich nicht aufraffen etwas zu schreiben. Alles kommt mir langweilig und fad vor… deshalb freue ich mich über die Fragen.

Rückblick auf 2017

1. Wenn dein Jahr 2017 verfilmt werden würde, welchen Titel würde der Film tragen?

„Summer – oder wie findet man das Glück?“

2. Welchen Tag aus 2017 möchtest du gerne nochmal erleben?

Einen der wenigen Tage an dem ich mit meinem Liebsten 24 Stunden am Stück zu zweit war und wir es uns richtig gut gehen lassen haben.

3. Was hast du dieses Jahr besonders gut gemacht?

Nach einer wunderschön entspannten Schwangerschaft habe ich meine Tochter ebenfalls sehr entspannt in unserem Wohnzimmer zur Welt gebracht. Ja, das war besonders gut. Hervorragend sogar!

4. Welche drei Menschen hatten 2017 ein besseres Jahr, weil es dich gibt?

Ich wollte erst sagen meine kleine Tochter. Aber eigentlich bin ich mir nicht so sicher. War es im Bauch vielleicht schöner? Außerdem denke ich, dass Punkt und mein Liebster ganz glücklich sind mich auch in diesem Jahr bei sich gehabt zu haben. Und falls es im Bauch schöner war; ich hoffe, dass das Jahr einer mir nahestehenden Person jetzt doch noch ein besseres wird. Ich unterstütze sie zur Zeit bei all`ihren Baustellen.

5. Was hat sich 2017 für dich unerwartet zum Guten verändert? Und was war dein Anteil daran?

Nachdem ich erfahren habe, dass eine mir nahe stehende Person Sorgen hat und ich mir die Gesetzeslage diesbezüglich angesehen habe, merke ich nun, dass es in einigen Bereichen doch möglich ist Kulanz zu erfahren, auch wenn das Gesetz dies nicht so klar vorsieht. Mein Anteil? Ich bin das Problem systematisch und furchtlos angegangen. Bzw. nach wie vor dran. Dass alles gut aussieht, ist unerwartet für mich. Freut mich aber unbeschreiblich doll!

Ausblick auf 2018

1.Wenn du wüsstest, dass dir nichts Schlimmes passiert und du alles schaffst, was du dir vornimmst, welchen Vorsatz würdest du für 2018 fassen?

Punkt bekommt einen Platz in unserer Wunschschule, was eine Freie Alternativschule 800 Km von hier entfernt ist. Wir schaffen den Umzug dorthin und eine Anstellung für meinen Liebsten, der mit 20 Wochenstunden Arbeit genügend verdient, sodass ich noch eine Weile für die Kinder zu Hause bleiben kann.

2.In der Silvesternacht hast du eine Rakete in den Himmel geschickt, die schöner war, als alle Raketen zuvor. Das war eine Wunderrakete. Denn über Nacht ist ein Wunder passiert: Dein größer Traum ist in Erfüllung gegangen. Was ist jetzt, am 01.01.2018, anders?

Siehe oben.

Na und vielleicht hätte ich beide Examina und kann einen Job annehmen, der den juristischen Abschluss benötigt aber im Sozialen Bereich liegt. Dafür hätte ich mich natürlich schon 2017 beworben, das Gespräch geführt und ich hätte nur noch auf die Zusage gewartet. ;-) Tolle Rakete!

3.Ein neuer Laden öffnet seine Pforten. Dort gibt es allerlei Charaktereigenschaften zu kaufen. Du kannst dir für 2018 eine dazukaufen oder eine bestehende stärken. Welche landet in deinem Einkaufswagen? Und warum?

Durchhaltevermögen! Definitiv. Denn dann schaffe ich all‘ das was ich oben beschrieben habe und gebe nicht an einem besonders schwierigen Punkt wieder auf. Ich würde auch meinem Liebsten immer mitreißen können und gegen Kritiker wäre ich immun.

4.Wenn du am 31. Dezember 2018 auf das Jahr zurückblickst, worauf möchtest du besonders stolz sein?

All´das geschafft zu haben! Punkt geht auf die Freie Schule, wir wohnen in der Natur in einer schönen Wohnung, mein Liebster hat die Arbeit, die ihm Freude bereitet und trotzdem genügend Zeit für uns. Und ich habe den Kindern und uns ein schönes „Ankommen“ im Neuen beschert.

5.Gib deinem Jahr 2018 einen Claim!

Da brauche ich Hilfe von einem Profi ;-)

 

Nominieren möchte ich keinen. Aber falls jemand Lust hat, immer her mit den Antworten!

Summer

 

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Zeilen an meinen Liebsten

DANKE

1. …dass du dich von Anfang an über unsere Kleine gefreut hast und mich auch schon in der Frühschwangerschaft ganz besonders behandelt hast.

2. …dass du mit mir die Interviews beim alternativen Schwangerschaftskongress geschaut hast und wir so ins Gespräch gekommen sind. Dass du dabei offen warst und deine Sichtweisen auf die Dinge in unserer Schwangerschaft entwickelt hast. Dass wir uns einig geworden sind über so vieles was neu auf uns zukommt. Das fühlt sich so gut an.

3. …dass du mir meine Müdigkeit in der Schwangerschaft zugestanden hast, mich ausschlafen lassen hast und an den Abenden so häufig mit mir gemeinsam ins Bett gegangen bist. Dass du allein zu einem Infoabend gefahren bist, um dass ich mich Ausruhen konnte.

4. …dass du zu jedem Vorsorgetermin bei der Ärztin und jeden Termin bei unserer Hebamme an meiner Seite warst. Dass du dir im Vorfeld mit mir gemeinsam Gedanken gemacht hast, dass du dir Fragen aufgeschrieben hast und mich an die nötigen Unterlagen erinnert hast. Dass du dir jeden Termin freigehalten hast und auch die Anmeldetermine in den Krankenhäusern notiert hast und sie als vollwertige Termine ernst genommen hast. Dass du mit mir zum Infoabend- und Krankenhausexperten geworden bist.

5. …dass du mir geholfen hast die Geburt von Punkt so gut zu verarbeiten, mir zugehört hast und mich in den Arm genommen hast. Dass du dir Zeit genommen hast dir meine Geschichte anzuhören und geduldig warst, wenn ich etwas wiederholt habe. Ich habe mit deiner Hilfe geschafft mich frei zu machen von meinen Ängsten und glaube uneingeschränkt an meine Kraft unsere Kleine allein auf die Welt bringen zu können.

6. …dass du meine stundenlangen Badeeinheiten geduldig ausgehalten hast und in dieser Zeit an meiner Seite warst, mit mir über unsere Kleine gesprochen hast und meinen, sich langsam entwickelnden, Wunsch einer Hausgeburt so unterstützt und bestärkt hast. Dass du akzeptierst und zum Teil verstehst, dass ich meinen Wunsch nicht in die Welt hinaustragen möchte, sondern er allein für uns sein soll, damit wir unsere Kräfte schonen, die wir für die Geburt und die Zeit danach dringend dazu brauchen werden.

7. …dass du mir so häufig frisches Obst mitgebracht hast und in meiner Schokoladenphase nicht über mich geurteilt hast. Dass du ein paar Kilo mehr in Kauf genommen hast, obwohl, wenn es nach dir gegangen wäre, die Schokolade nie in unseren Haushalt gekommen wäre.

8. …dass du Punkt so gut wie immer in den Kindergarten gebracht hast und in den Zeiten, in denen mir übel oder ich sehr müde war, auch abgeholt hast. Dass du an manchen Tagen komplett allein mit ihm gefrühstückt hast und dich darum gekümmert hast, dass er gut in den Tag startet.

9. …dass du Punkt in dieser Zeit das Fahrradfahren beigebracht hast, während ich mich ausruhen konnte. Dass du mit ihm skaten gegangen bist, während ich nähen durfte. Dass du mit ihm intensive Briobahnbaueinheiten hingelegt hast, während ich schlafen durfte und dass du ihm seine „was die Welt im Inneren zusammenhält“ –Fragen, so gut du konntest, beantwortet hast.

10. …dass du mir so oft das Frühstück an´s Bett gebracht hast, geduldig warst bis mein Kreislauf in Schwung kam. So viel allein erledigt hast, während ich mich einfach nur ausruhen durfte. Dass du dabei gute Laune behalten hast und es kein Problem war, dass der Haushalt liegen geblieben ist.

11. …dass du jeden Einkauf getragen hast, jeden Müll raus gebracht hast und alles was annährend 2 Kilo gewogen hat, übernommen hast.

12. …dass du mit mir zu so vielen Ebay-Kleinanzeigen Sachen gefahren bist und sie für unserer Nest abgeholt hast. Dass du auch mal allein mit Punkt etwas abgeholt hast, wie z.B. mein Stillkissen.

13. …dass die Ecke unserer Kleinen rosa sein darf und auch die Vorhänge im Schlafzimmer es ein dürfen.

14. … dass du mir geholfen hast Stillkügelchen vorzubereiten, mir zum Ende morgens Himbeerblättertee und abends Schlaftee gekocht hast und mich regelmäßig an meine Vitamine erinnert hast.

15. …dass du ab der 36. Woche so gewissenhaft die Dammassage für mich übernommen hast, dich dazu sogar belesen und damit beschäftigt hast, damit du sie richtig durchführst. Ich hätte sicher vorher aufgegeben.

16. … dass du einige Anschaffungen toleriert hast, auch wenn du von deren Dringlichkeit nicht zu 100 % überzeugt warst, wie z.B. mein Wischset, den Heizungswäschetrockner und allerhand Nähutensilien.

17. …dass du im letzten Trimester regelmäßig meine Wassermelonen geschleppt hast, dass wir ein ganzes Huhn im Eisfach liegen haben für die Kraftsuppe (überhaupt, dass du sie während der Geburt kochen möchtest, obwohl du so ungern kochst), dass du im letzten Trimester jeden Samstag am Abend einkaufen gegangen bist, um für mich Obst und „leichte Kost“ in Massen zu besorgen.

18. … dass du so viele Sachen bei Ebay Kleinanzeigen verkauft hast, um unsere Wohnung frei zu machen von Dingen, die wir nicht mehr nutzen, nicht brauchen, die einfach nur Platz wegnehmen. Dass du es immer versucht hast alles so zu organisieren, dass du die Übergaben machst und ich meine Ruhe haben konnte. Dass du mit Freude und Elan unzählige Dinge bruchsicher verpackt hast, sie zur Post gebracht hast und hinterher warst, dass sie gut angekommen sind.

19. … dass du unsere Wohnung zu so einer Wohlfühlwohnung gemacht hast. Alle Möbel die du gebaut hast, in denen steckt deine ganze Liebe, die sich so auf das Leben in unseren vier Wänden auswirkt. Dass du bei all deinen Projekten (das Badregal, den Stoffschrank, unsere Garderoben, Punkts Schränke, unseren Wohnzimmerschrank, unser Familienbett, das Sportsachenregal im Flur, den Tisch auf dem Balkon und die Kräuterpaletten) immer meine Wünsche berücksichtigt hast. Ich fühle mich so wohl in unserem zu Hause! Dem Ort, an dem ich unsere Tochter zur Welt bringen möchte.

20. … dass du mir zur Liebe dein Handy weglegst, weg von meinem Bauch, weg von der Seite auf der ich neben dir gehen oder sitze, dass du es an den Abenden auf Flugmodus stellst, nicht ständig erreichbar bist und wir Zeit zu zweit genießen können.

21. … dass du die Tage, an denen Punkt anderweitig betreut ist, nur für uns reservierst und sie gegenüber jedem, der in dieser Zeit etwas von dir will, verteidigst. Die Zeit mit mir zu zweit ist dir so wichtig und ich muss nicht darum bitten, das fühlt sich so schön an!

22. … dass du in jeder Hinsicht so geduldig bist.

23. … dass du die Seite an dir zulässt, die die Schwangerschaft auch mit dir macht, deinen Netbautrieb mit mir gemeinsam auslebst, dass du dich beliest und vorbereitest, dass du ehrliches Interesse an allem hast, was mit mir aufgrund der Schwangerschaft oder unserer Kleinen zu tun hast. Dass du Dinge, die du noch nicht weißt, die ich dir erzähle, aufnimmst und annimmst und sie dein Interesse wecken. Du ganz offen für alles bist.

24. … dass du dich um das Thema „Windelfrei“ kümmerst und mir davon erzählst und ich nur die Utensilien besorgen oder nähen brauche. Dass du das so gern und freiwillig machst, ist ein schönes Gefühl und gibt mir Zuversicht für eine bewusste, schöne Zeit mit unserer Kleinen.

Während ich diese Zeilen für meine Blog schreibe, muss ich weinen. Unsere Kleine liegt friedlich schlafend auf meiner Brust, du bist auf dem Weg zum Standesamt… wenn du wieder hier bist, ist alles perfekt.